Der Lebensmittelhändler tegut zieht sich aus seiner Heimatstadt zurück. Die Unternehmenszentrale in Fulda wird zum 31. März 2027 geschlossen. Betroffen sind rund 470 Beschäftigte, die dadurch ihre Arbeitsplätze verlieren. Für die Verwaltung am Stammsitz fand sich im laufenden Verkaufsprozess keine Anschlusslösung.
Migros trennt sich von der Kette
Hintergrund ist der Verkauf der Supermarktkette durch die Eigentümerin Migros Zürich, die tegut im Jahr 2013 übernommen hatte. Das Unternehmen wird nun in mehreren Paketen abgegeben. Über die Übernahme einzelner Filialstandorte durch Rewe und Edeka läuft die Prüfung der deutschen Kartellbehörden noch; von deren Entscheidung hängt ab, wie viele Märkte in Osthessen erhalten bleiben.
Nicht betroffen sind die Mitarbeitenden der veräußerten Filialen, der Logistik, der Smart Retail Solutions sowie der Bäckerei Herzberger. Diese Unternehmensbereiche sind Teil der Veräußerungspakete und gehen an die jeweilige Käuferschaft über.Annabelle Ott, Leiterin Unternehmenskommunikation Migros Zürich
- Beschäftigte der veräußerten Filialen
- Logistik
- Smart Retail Solutions
- Bäckerei Herzberger
Region reagiert bestürzt
Nicole Schmitt-Felgenhauer, Geschäftsführerin der IHK Fulda, sprach von einem schweren Einschnitt für die Region und von der denkbar schlechtesten Nachricht für die Belegschaft. Vorrang habe nun, für die Betroffenen neue Beschäftigung zu finden. Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide (beide CDU) äußerten in einer gemeinsamen Erklärung tiefes Bedauern über den Verlust der Zentrale eines traditionsreichen und innovativen Unternehmens und mahnten faire Lösungen für die Beschäftigten an. Die Konzernmutter räumte ein, dass die Lage für viele Mitarbeitende belastend sei; zu Sozialplan und möglichen Wechseln in die verkauften Unternehmensteile wurden zunächst keine Einzelheiten genannt.
Quelle: Osthessen-News vom 21. August 2026.