Der Fußballverein FSV 1926 Cappel in Marburg hat ein eigenes Klimaanpassungskonzept für seine Sportanlage erhalten. Erarbeitet wurde es vom Öko-Institut gemeinsam mit örtlichen Partnern und dem Verein selbst.
Bis zu 55 Grad auf dem Kunstrasen
Als größte Belastung nennt die Analyse Hitze und intensive Sonneneinstrahlung. Bei 35 Grad Lufttemperatur erreicht der Kunstrasen an der Oberfläche bis zu 55 Grad. Hinzu kommen stark versiegelte Flächen, die Starkregen nur unzureichend aufnehmen können – Training und Spiele leiden darunter.
Aus rund 40 gesammelten Ansätzen filterte das Projektteam fünf Maßnahmen heraus, die sich am Standort umsetzen lassen.
- Gründach über dem Zuschauerbereich
- Sonnenschutz am Vereinsheim
- Zisterne zur Regenwassernutzung
- wasserdurchlässige Flächen statt Versiegelung
- begrünte Fassade
Gemeinsam konnten wir Maßnahmen entwickeln und bewerten, die gezielt auf die Situation beim FSV Cappel zugeschnitten sind.Stefanie Degreif, Öko-Institut
Der Verein zählt mehr als 550 Mitglieder, darunter rund 400 aktive Spielerinnen und Spieler. 300 von ihnen sind Kinder und Jugendliche, auch Seniorengruppen nutzen die Anlage regelmäßig.
Das Konzept gibt uns eine konkrete Grundlage, um die Anlage Schritt für Schritt klimaangepasster zu gestalten.Reiner Muth, FSV 1926 Cappel
Quelle: das Marburger. vom 21. August 2026.